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Weser-Ems Manager - Das feminine Erfolgsgen

Vor genau einem Jahr beschloss der Bundestag die Frauenquote. Seit Jahresanfang gilt: Große Unternehmen müssen in ihren Aufsichtsräten künftig einen Frauenanteil von 30 Prozent aufweisen. Direkt und indirekt davon betroffen sind bundesweit rund 3.500 Unternehmen. Neueste Zahlen aber belegen: nicht die Quote, sondern soziale Faktoren erhöhen den Frauenanteil nachhaltig, mit signifikantem Erfolg für die Unternehmen.

Deutschland ist Entwicklungsland. Zumindest, wenn es um den Frauenanteil auf Führungsebene geht. Nur fünf Prozent aller Vorstände in Weser-Ems sind von Frauen besetzt, genau so viele wie im Bundesdurchschnitt. Darunter, auf oberer und mittlerer Führungsebene, beträgt der Anteil von Frauen hierzulande 14 Prozent, in Norwegen ist jeder zweite Vorstandsposten weiblich besetzt.

Das liegt, so eine aktuelle Studie des Washingtoner Peterson Instituts, in erster Linie daran, dass es in Skandinavien sowohl für Frauen wie Männer gleichermaßen Anreize gibt, einen Teil der Erziehungsarbeit ihrer Kinder zu übernehmen. In zweiter Linie zeigt die Studie etwas Erstaunliches: Wo der Anteil weiblicher Führungskräfte von null auf 30 Prozent gestiegen ist, wächst die Profitabilität der Unternehmen um 15 Prozent. Dieser Wert gilt weltweit: Untersucht wurden 22.000 Firmen in 91 Ländern. Frauen in Führung – eine zwingende Erfolgsstory?

Wie Frauen führen

Scheint so. Sie wird durch eine weitere aktuelle Untersuchung gestärkt. Diese analysierte, in welchem Maße bei den rund 23.000 deutschen Unternehmensinsolvenzen 2015 reine Männer-Vorstände, gemischte Vorstände oder reine FrauenVorstände eine Rolle spielten. Das interessante Ergebnis: Der Anteil von Insolvenzen mit reiner Männerführung war doppelt so groß, wie der bei reiner Frauenführung.

Selbst da, wo Vorstände gemischt waren, lag der Insolvenz-Wert bedeutend unter dem von rein männlichen Vorständen. Warum ist Geschäftserfolg bei größerer Partizipation von weiblichem Management nachweislich größer und warum neigen reine Männervorstände tendenziell eher zu Insolvenz als Frauen? Vielleicht weil Frauen eher partizipieren, als zu dominieren, meint Sandra Poelmeyer, Geschäftsführerin der PHL Logistik GmbH aus Wardenburg bei Oldenburg: „Wir benötigen strategische Denkweisen aus unterschiedlichen Perspektiven. Dazu delegiere ich Verantwortungsbereiche, fördere Selbstständigkeit und Weiterbildung, teile Wissen und kommuniziere auf fachlicher wie auch emotionaler Ebene mit unseren Mitarbeitern.“

Ina Pfeiffer, Wirtschaftsprüferin und Steuerberaterin von der Treuhand Oldenburg GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, sieht das ähnlich: „Teamfähigkeit, Intuition sowie Einfühlungsvermögen werden zunehmend wichtig für den Erfolg eines Unternehmens. Diese Eigenschaften nehme ich verstärkt bei weiblichen Führungskräften wahr. In meiner beratenden Tätigkeit im Non-Profit Bereich erlebe ich männliche Führungspersonen oft risikobereiter. Weibliche Führungskräfte hingegen fordern verstärkt den Wunsch nach frühzeitigem Gedankenaustausch und Beratung ein, um dann die Risiken und Chancen zu analysieren.“

Gelebte Rollenmuster

Der Mann, der tendenziell offensive Risikogeher, die Frau, die Integrierende. Beate Lienesch von der Steuerberatungsgesellschaft Lienesch, Seeger & Rösener, Lohne, sitzt als Geschäftsführerin zwischen zwei männlichen Mit-Geschäftsführern: „Der Erfolg eines Unternehmens liegt vor allem in einer heterogenen Teambildung und effizienten Nutzung von Synergien. Frauen verfügen über dieselben Kompetenzen wie Männer. Durch ihr risikobewusstes unternehmerisches Handeln schaffen sie aber, besonders in gemischten Führungsteams, einen Ausgleich.“ In Deutschland fehlt es weder an Frauen noch an Unternehmen, um dem femininen Erfolgsgen angemessenen Raum zu geben. Der Schlüssel dazu aber heißt nicht Quote, sondern Partizipation – in diesem Fall beider Geschlechter bei der Kindererziehung und -betreuung. 

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